
Bewerbungsunterlagen
Ganz
gleich, ob man eine Ausbildung an einer Berufsfachschule machen will
oder einen Arbeitsplatz sucht. Man muss sich bewerben. Keine
Berufsfachschule ist im Übrigen verpflichtet, einen Ausbildungsplatz
Suchenden aufzunehmen. Sie wird und muss vielmehr eine Auswahl treffen.
Die
schriftliche Bewerbung ist sozusagen der "Türöffner", um überhaupt in
die nähere Auswahl zu kommen. Damit ist im Grunde schon alles gesagt
über den Sinn und Zweck der schriftlichen Bewerbung.
Am
Ende der Seite können Sie sich Vorlagen für eine ansprechende
Bewerbung herunterladen. Sowohl zukünftige Berufsfachschüler als auch
Bewerber um einen Arbeitsplatz werden dort fündig. Passen Sie diese
Vorlagen, die alle im MS-WORD bzw. MS-EXCEL Format gehalten sind, auf
ihre spezielle
Bewerbung an.
Dennoch
hier ein paar wichtige Gedanken zu Form und Inhalt einer
Bewerbung.
Zum Inhalt des Bewerbungsbriefes
Was
ist das wichtigste am Bewerbungsbrief? Bedenken Sie, der
Bewerbungsbrief ist kein Lebenslauf! Den verfassen Sie ja extra! Aber
was soll dann im Bewerbungsbrief stehen?
Hier zum Inhalt das A und O:
Für Schulplatzbewerber:
Sie sollten auf jeden Fall Ihre berufliche Motivation verdeutlichen!
Konkret bedeutet das, Sie erklären gleich zu Anfang
- Wie Sie auf diesen
Beruf aufmerksam geworden sind
- Warum Sie diesen
Beruf unbedingt ergreifen wollen
- Wie sie sich mit
diesem Beruf bereits auseinandergesetzt haben ( z.B.
Schnupperpraktikum, Literatur, Freundeskreis etc.)
Für Arbeitsplatzbewerber: Sie
sollten auf jeden Fall verdeutlichen
- Warum Sie gerade in
dieser Einrichtung (und in keiner anderen!) arbeiten wollen
- Warum Sie sich für
das ausgeschrieben Stellenprofil besonders geeignet halten
- Dass Sie neuen
Herausforderungen stets mit Freude begegnen
- Welchen Vorteil /
Benefit der Arbeitgeber von Ihnen haben könnte.
In den Unterlagen
zum Downloaden finden Sie eine Reihe von Formulierungshilfen für diese
zentralen Aussagen!
Bewerbungsgespräch
/ Aufnahmetest
Ob
Schul- oder Arbeitsplatzbewerber: Diese Punkte werden auch einen
breiten Raum in einem Bewerbungsgespräch einnehmen. Um eine Einladung
zu einem solchen Gespräch bitten Sie ja zum Abschluss Ihres
Bewerbungsbriefes - und welchen anderen Sinn, außer dem
persönlichen
Kennenlernen, hat denn ein solches Gespräch, als die im Brief
angerissenen Dinge näher zu erläutern!
Während
für Arbeitsplatzbewerber neben dem Bewerbungsgespräch auch schon mal
eine Arbeitsprobe verlangt wird, steht beim Aufnahmeverfahren
für
die Schulplatzbewerber zumeist auch immer noch ein kleiner Test an.
Keine Angst! Hier werden i.d.R. keine medizinischen Vorkenntnisse
gefragt, die Sie eigentlich erst an der Schule, an der Sie sich
bewerben, lernen sollten (Wozu dann noch Schule!? Nebenbei bemerkt:
Sollte dies eine Schule dennoch tun, dann Finger weg! Bewerben Sie sich
woanders! Diese Schule nimmt sich nämlich dann viel zu wichtig,
wichtiger jedenfalls als Sie. Im Mittelpunkt sollten aber Sie als
Schülerin und Schüler stehen!)
Aber
wie bereits gesagt, Ihre berufliche Motivation für die
Ausbildung,
für gerade diesen Arbeitsplatz sollten Sie allerdings überzeugend
darlegen können!
Hier noch ein paar
Tipps für das Vorstellungsgespräch an der Schule
(Gelten im Prinzip
auch für den Arbeitsplatzbewerber im Vorstellungsgespräch!)
In einem persönlichen Gespräch
versucht Ihr Gesprächspartner, sich ein Bild über Ihre Persönlichkeit
und daraus wiederum ein Bild über Ihre Eignung
für die angestrebte therapeutische oder pflegerische
Ausbildung
zu machen. Sie werden sich nun fragen, geht das in dieser kurzen Zeit
überhaupt? Sie haben Recht, die Zeit ist kurz! Also nutzen Sie diese
kurze Zeitspanne, um sich Ihrem Gesprächspartner in Ihrem besten Lichte
zu zeigen! Ihre Gesprächspartner sind geschult und haben in der Regel
viel Erfahrung, um sehr schnell zu erkennen, ob jemand von seiner
Persönlichkeit her generell für den angestrebten Beruf
geeignet
erscheint oder nicht.
Vermeiden Sie stereotype Floskeln,
wie "Ich helfe Menschen gerne" oder "Ich will was mit Menschen zu tun
haben". Man kann das auch anders ausdrücken, wie z.B."Ich merke oft,
dass ich immer dann, wenn ich jemanden bei irgendeiner Sache behilflich
bin, von diesen Menschen etwas zurückbekomme- ein Dankeschön, ein
Lachen oder auch nur ein zufriedenes Gesicht- und darüber freue ich
mich dann auch" oder "Wenn ich sehe, dass meine Hilfe (meine
Unterstützung, meine Begleitung, Arbeit) einem Menschen etwas gebracht
hat, dann verspüre ich auch ein Gefühl innerer Zufriedenheit und
Freude. Das sagt mir dann auch, dass ich mich auf Menschen einstellen
kann, mit Menschen gut umgehen kann."
Im
Vordergrund steht jedoch immer, ob man in Ihnen das Zeug für eine die
therapeutische oder pflegerische Persönlichkeit schon erkennen kann.
Aber woran erkannt man das:
Sie können gut zuhören:
Nicht dass Sie schweigen! "Gut zuhören" meint, dass Sie nach dem
Zuhören passende Antworten geben können, dass Sie das Thema um einige
Aspekte erweitern können, Lösungsansätze vorschlagen können und dass
Sie Ihrem Partner stets Raum zur Fortführung des Gespräches lassen.
Schweifen Sie nicht ab, bringen Sie von sich aus keine völlig neuen
Themen und spielen Sie auf keinen Fall den siebengescheiten
Alleswisser! Greifen sie also das auf, was man Ihnen als Gesprächsstoff
anbietet! Es geht zwar um Sie, aber keiner glaubt ernsthaft, dass Sie
der Mittelpunkt der Welt sind. Jedoch sollen Sie in dieser Welt einen
festen Platz einnehmen! Sie verstehen, was gemeint ist!
Verfallen
Sie andererseits nicht dem Irrtum, Sie müssten sich Ihrem gegenüber
allzu altruistisch, allzu sozial präsentieren, gleichsam aufopfernd für
Ihre zukünftigen Patienten. Spielen Sie nicht das â��Weich-Eiâ��! In
Ihrem
angestrebten Beruf ist nicht selten auch einmal Härte und konsequentes
Handeln gefragt, und das manchmal auch zu Ihrem eigenen Schutz! Ein
"Helfer-Syndrom" ist für eine gute pflegerische und therapeutische
Arbeit Gift!
Scheuen Sie sich nicht, auch selbst
einmal Fragen zu stellen:
Das zeigt ihr ernsthaftes Interesse an der Sache. Allerdings sollten
die Fragen immer im Zusammenhang mit der gerade besprochenen Materie
stehen, es sei denn, Sie werden aufgefordert, allgemeine Fragen
zustellen. Das passiert oft am Ende des Gespräches: "Wenn Sie noch
irgendwelche Fragen an uns haben, dann würden wir Ihnen diese jetzt
gerne beantworten":
Sollten Sie bereits ein Schnupperpraktikum
hinter sich haben, so weisen Sie Ihren Gesprächspartner bitte darauf
hin. Er wird Sie dann ein bisschen darüber fragen. Und das ist doch gut
für Sie, darüber können Sie ja wirklich etwas Interessantes berichten
und zeigen, wie sehr Sie dieser Beruf einnimmt! Aber Vorsicht! Nicht
mit dem Schwärmen übertreiben. Das vermeiden Sie dadurch, dass Sie auch
die etwas negativen Dinge nicht verschweigen, die Dinge, die Ihnen
vielleicht auch einige Schwierigkeiten bereitet haben. Eine solche
Offenheit zeigt sehr viel von Ihnen: Sie sind ehrlich und Sie gehen
Problemen nicht aus dem Weg, sondern Sie setzen sich mit Problemen
ernsthaft auseinander!
Sollten
sie nach einem Schnupperpraktikum gefragt werden, und noch keines
gemacht haben, so versichern Sie Ihr Gegenüber, dass Sie das auf jeden
Fall noch gerne machen wollten. Um die Ernsthaftigkeit Ihrer Aussage zu
bekräftigen, fragen Sie Ihren Gesprächspartner ruhig, ob er Ihnen nicht
zu einem Praktikumsplatz verhelfen könne. Das ist durchaus realistisch
und auch Praxis.
Für Arbeitsplatzbewerber:
Sollte es sich in Ihrem Falle um einen Stellenwechsel handeln, so
vermeiden Sie es, über einen ihrer vorherigen Stelleninhaber
herzuziehen. Sagen Sie offen, was Sie gestört hat, aber sagen sie das
in einem sachlich ruhigen Ton. Reagieren Sie keinesfalls aufgewühlt und
mit Zornesröte im Gesicht. Ihr zukünftiger Arbeitgeber könnte fürchten,
einen Choleriker oder Kritikaster vor sich zu haben, der später an
anderer Stelle über die eigene Firma / Praxis / Einrichtung genauso
unsachlich schimpfen könnte.
Was
passiert sonst noch beim
Auswahltest ?
Schriftliche Aufnahmetests für die
Berufsfachschule beinhalten in der Regel Fragen zur
Berufsmotivation und auch zum Allgemeinwissen (Den
Namen des gegenwärtigen Bundespräsidenten oder der
Bundesgesundheitsministerin sollten Sie schon kennen!)
In der Physiotherapie läuft
häufig zusätzlich noch ein kleines Fitness-Testprogramm. Schließlich
sollten Sie als zukünftige PhysiotherapeutIn körperlich fit sein, denn
das ist Ihr (Be-)Handlungsziel bei ihren zukünftigen Klienten -
Patienten
In der Logopädie
wird man Ihre musikalischen Fähigkeiten (Rhythmus-Gefühl,
Intonationssicherheit beim Nachsingen etc.) und stimmlichen
Fähigkeiten (Lautbildung, Klang der Sprechstimme etc.) etwas genauer
unter die Lupe nehmen. Wenn Sie ein Instrument spielen, umso besser.
Sagen Sie dies bitte Ihrem Gesprächspartner, vielleicht dürfen Sie ja
etwas vorspielen!
In der Ergotherapie wird man
auch ihre (kunst-)handwerklichen Fähigkeiten (Malen, kleine
Bastelarbeiten etc.) ein wenig unter die Lupe nehmen.
Aber
keine Angst: Das Sprichwort "Es ist noch kein Meister von Himmel
gefallen" gilt selbstverständlich auch hier! Und wenn Sie sich für eine
dieser Ausbildungsrichtungen beworben haben, dann haben Sie sicherlich
entsprechende Neigungen und Fähigkeiten.
Wenn Sie diese wenigen Ratschläge beherzigen, dann
haben Sie schon fast gewonnen.
Zum
Formellen und als Muster downloaden Sie bitte diese Vorlagen. Die
PDF-Vorlagen zeigen Ihnen das endgültige Erscheinungsbild, die anderen
Vorlagen können Sie selbst bearbeiten:
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Mustervorlage
Deckblatt Bewerbungsmappe
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| Checkliste
/ Tipps für Lebenslauf Ausbildungsplatz |
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Checkliste
/ Tipps für Lebenslauf Arbeitsstelle
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Mustervorlage
Lebenslauf Ausbildungsbewerbung
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Mustervorlage
Lebenslauf Arbeitsplatzbewerbung
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Checkliste / Tipps
Bewerbungsbrief
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Mustervorlagen
Bewerbungsbrief Ausbildungsbewerbung
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Muster-Formulierungen
zum Bewerbungsbrief Arbeitsstelle
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Vergessen
Sie bitte nicht, Ihre Zeugnisse beizufügen!